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Arbeiten mit bzw, verarbeiten von GFK (Glasfaserverstärkter Kunststoff)

21.02.2013 JF

Beim Bau meines polnischen Bergungsschleppers "Cyklon" konnte ich die ersten Erfahrungen mit GFK machen.

Epoxidharz ist besser zu verarbeiten als Polyester. Das Polyester hat einen sehr großen Schwund. Das heißt, dass sich das Material beim Trocknen deutlich zusammen zieht und so zu unkontrollierten Verformungen führt.
 
Als Füllstoff habe ich das Quarzmehl von R&G verwendet. Man kann das Epoxy damit so eindicken, dass es richtig cremig wird und nicht wegläuft.
 
Wenn das Ergebnis (der Rumpf, oder was eben gebaut werden soll) noch geschliffen werden soll, dann ist es ratsam noch etwas Talkumpulver mit einzurühren.
 
Bei den Glasfasermatten habe ich die beste Erfahrung mit Gewebematten gemacht. Die lassen sich mit der Schere sehr gut zuschneiden und fusseln nicht so stark. Glasfasermatten gibts in verschiedenen Dichten und Stärken.
 
Professionell wird in eine zuvor hergestellte Form laminiert. Also erst das Bautel (den Rumpf) auf einfachen Spanten oder wie auch immer aufbauen und dann eine Form davon abnehmen. Dazu eignet sich in unserem Fall Gips sehr gut, denn wir wollen ja keine Serie auflegen. Gips lässt sich grob und fein sehr gut bearbeiten und wenn was nicht passt ist schnell nachgegipst.
 
Weniger professionell geht es auch ohne Form. Ich habe dazu ein Spantengerüst aufgebaut und dieses mit fertigen GFK-Steifen aus dem Gartenbau grob "beplankt". Diese GFK-Sterfen werden als Randbefestigungen im Baumarkt verkauft. Darauf habe ich das Glasfasergeflecht gelegt und dann mit Epoxy (cremig gerührt) bestrichen. Antrocknen lassen und dann die 2te Schicht mit Matte drüber.
Nachteil an dieser Vorgehensweise ist, dass deutlich mehr geschliffen und gespachtelt werden muss als aus einer Form.
 
Den Spachtel habe ich auch aus Epoxy cremig angerührt, wobei ich hier Glasfaserschnitzel und Talkum eingerührt habe.
 
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